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Sonderausstellung 2026 im archeoParc über die verborgene Welt der Pilze
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Ab 4. Juli 2026 entführt der archeoParc in die faszinierende Welt der Pilze!
Die Sonderausstellung, kuratiert von Mykologin Mariana Villani und Museumsleiterin Johanna Niederkofler und ergänzt durch die Kunstinstallation von Jana Nicole, verbindet Wissenschaft, Geschichte und Kunst auf einzigartige Weise.
Entstehung der Ausstellung: Forschung trifft Kulturvermittlung
Mariana Villani erinnert sich an den Beginn des Projekts:
„Die Idee zur Ausstellung entstand, als Johanna Niederkofler und ich meinen Aufenthalt im archeoParc planten, in dessen Rahmen ich für meine Masterarbeit geforscht habe. In diesen Gesprächen schlug Johanna einen intensiven Wissensaustausch vor, bei dem meine akademische Forschung direkt in die kulturelle und pädagogische Arbeit des archeoParc einfließen konnte.“
Ziel war von Anfang an, die oft übersehene Welt der Pilze zugänglich zu machen:
„Von Anfang an war es unser Ziel, die Welt der Pilze für die Öffentlichkeit verständlich und informativ aufzubereiten und Wissen auf eine ansprechende und sinnvolle Weise zu vermitteln. Pilze werden oft übersehen, obwohl sie eine außergewöhnliche ökologische und kulturelle Bedeutung haben.“
Ötzi und die Bedeutung der Pilze
Die Ausstellung zeigt auch die historische und kulturelle Relevanz der Pilze. Für Mariana Villani ist die Verbindung zu Ötzi besonders spannend:
„Pilze spielten auch für Ötzis Überleben eine zentrale Rolle. Er trug sie in den letzten Momenten seines Lebens bei sich. Diese Verbindung zwischen Pilzen, menschlicher Geschichte und Überleben hat der Ausstellung eine ganz natürliche Richtung gegeben.“



Kunst als Zugang zu Wissenschaft und Geschichte
Die künstlerische Perspektive bringt Jana Nicole ein:
„Aus künstlerischer Sicht war es mein Ziel, die Wissenschaft und die Geschichte rund um Ötzi durch visuelles Storytelling erfahrbar zu machen. Wissenschaft und Archäologie können manchmal einschüchternd oder distanziert wirken – besonders für jüngere Besucherinnen und Besucher. Durch Kunst können diese Themen jedoch zugänglicher werden.“
Ihre Werke greifen Ötzis Pilze auf und nutzen Farbe, Symbolik und Verspieltheit:
„Meine Arbeiten nehmen den Pilz auf, den Ötzi bei sich trug, und laden Besucherinnen und Besucher behutsam ein, genauer hinzusehen. Ich hoffe, dass sie den archeoParc mit dem Wunsch verlassen, mehr über Ötzis Leben, seine Reise und die besondere Beziehung zwischen Mensch und Natur zu erfahren.“
Das Schnalstal als lebendiges Ökosystem
Das Schnalstal bildet den idealen Rahmen für die Ausstellung. Villani erklärt:
„Das Schnalstal ist ein außergewöhnliches alpines Ökosystem, das über Jahrtausende von Gletschern, hochalpinen Weiden, Wäldern und traditioneller Alm- und Landwirtschaft geprägt wurde. Es ist ein Raum, in dem Biodiversität und menschliche Kultur eng miteinander verwoben sind.“
„Es ist das erste Mal, dass der archeoParc eine gesamte Ausstellung den Pilzen widmet – Organismen, die für alpine Ökosysteme unverzichtbar sind, aber in Naturschutz und kulturellen Erzählungen häufig unsichtbar bleiben.“
Struktur und Inhalt der Ausstellung
Die Ausstellung folgt einer Zeitachse von Vergangenheit über Gegenwart bis Zukunft und widmet einen eigenen Bereich den Pilzarten des Schnalstals:
„So können insbesondere auch lokale Besucherinnen und Besucher mehr über die Arten erfahren, die sie in ihrer unmittelbaren Umgebung begleiten, und sich neu mit der lebendigen Landschaft des Tals verbinden.“
Jana Nicole fasst die besondere Zusammenarbeit zusammen:
„Ich freue mich sehr, Teil dieser Ausstellung zu sein, und bin dankbar für die Möglichkeit, neben den wissenschaftlichen und historischen Perspektiven auch einen künstlerischen Blick einzubringen.“
Die Sonderausstellung wird am 4. Juli im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Informationen über den Besuch im archeoParc, Öffnungszeiten und Tickets finden Sie hier.
