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Eibe am Baumlehrpfad im archeoParc-Freilichtbereich. Ötzi baute aus Eibenholz seinen Bogen.Tasso del percorso arboreo dell’archeoParc della val Senales. Ötzi usava il legno di tasso per corstruire il suo arco.Yew (detail of the archeoParc tree instructional path). The Iceman used yew for making his bowTaxus baccata

Vom Bogen bis zum Rucksack: Holz im Leben von Ötzi

Welche Rolle spielte Holz im Alltag von Ötzi? Welche Holzarten wählte er – und warum gerade diese?

Die archeoParc-Mitarbeiterin Elena Serina, ist diesen Fragen nachgegangen und hat einen Beitrag über die verschiedenen Holzarten vorbereitet, die sich in der Ausrüstung des Mannes aus dem Eis befanden. Vom Bogen über die Pfeile bis hin zur Konstruktion des Rucksacks: Viele der Gegenstände, die Ötzi begleiteten, erzählen vom großen Wissen der Gemeinschaften der Kupferzeit und von ihrer engen Beziehung zur Natur.

Jedes Jahr am 21. März wird der Internationale Tag des Holzes gefeiert – ein einfaches, natürliches Material … aber eines, das in der Geschichte der Menschheit eine grundlegende Rolle spielt.
Lange bevor Metalle und Kunststoffe verbreitet waren, war Holz bereits überall im täglichen Leben präsent.

Wenn wir an Ötzi denken, den Mann vom Similaun, der vor über 5.000 Jahren lebte, fällt das sofort auf: Fast alles, was er bei sich trug, war aus Holz gefertigt.

Die Holzgeräte, die Ötzi benutzte

Sein Bogen zum Beispiel wurde aus einem langen Stück Eibenholz gefertigt – einer Holzart, die sehr elastisch und widerstandsfähig ist und sich daher perfekt für diese Art von Waffe eignet.

Auch die Pfeile hatten Holzschäfte – genauer gesagt aus Schneeballholz (Viburnum), das gewählt wurde, weil diese Pflanze gerade und robuste Zweige bildet.

Holz war auch in kleineren Gegenständen vorhanden:
Der Griff des Messers bestand aus Eschenholz, während der Retuscheur – das Werkzeug zum Schärfen und Nachbearbeiten von Feuerstein – aus Lindenholz gefertigt war. An seinem Köcher befand sich außerdem seitlich ein kleines Haselholzstäbchen, vielleicht um ihn stabil zu halten.

Auch Ötzis Rucksack besaß einen vollständig aus Holz bestehenden Rahmen:
Er bestand aus einem U-förmig gebogenen Haselzweig, und an den Enden hielten zwei Ahornleisten die Struktur zusammen. Dadurch konnte er seine Ausrüstung bei seinen Bewegungen im Gebirge transportieren.

Das prähistorische Wissen über Holz

Das zeigt uns etwas Wichtiges:
Ötzi verwendete Holz nicht zufällig – jede Holzart wurde wegen ihrer besonderen Eigenschaften ausgewählt: ein elastisches Holz für den Bogen, ein widerstandsfähiges für die Pfeile, ein leichtes für den Rahmen des Rucksacks.

Mit anderen Worten: Der prähistorische Mensch kannte den Wald, der ihn umgab, sehr gut. Holz war nicht nur ein Material – es war eine wertvolle Ressource, die zum Überleben notwendig war.

Das Südtiroler Archäologiemuseum bewahrt und untersucht alle Gegenstände, die zusammen mit der Mumie gefunden wurden – einschließlich der Holzobjekte, die er bei sich trug.

Holz heute: Kontinuität und Innovation

Und heute? Woraus bestehen unsere Werkzeuge? Verwenden wir noch Holz?

Nach 5.000 Jahren erinnert uns der Internationale Tag des Holzes daran: Holz ist eine wichtige Ressource für den Menschen. Es wurde über Jahrtausende als Brennstoff und Baumaterial genutzt sowie zur Herstellung von Möbeln, Werkzeugen, Papier und vielen anderen Gegenständen – zum Beispiel auch von Musikinstrumenten.

Es begleitet das Leben der Menschen noch immer – genau wie zu Ötzis Zeiten.

Möchtest du entdecken, wie Holz in der Urgeschichte bearbeitet wurde? Einen Bogen und eine Axt wie die von Ötzi in die Hand nehmen? Seinen Rucksack ausprobieren? Vielleicht sogar mit einem Holzbogen schießen – so wie mit dem, den Ötzi gerade herstellte?

Wir freuen uns auf deinen Besuch im archeoParc – entdecke es live!